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What Jev is: a model that outputs decisions instead of sentences

A long German post explains TypeSafe AI's Jev: you preset options (low/medium/high risk) and it returns only probability numbers, with use cases sketched for risk control, customer service and compliance.

Frank Thelen
@frank_thelenArchived 2026.09.19Originally posted 2026.09.18
What Jev is: a model that outputs decisions instead of sentences
Frank Thelen @frank_thelenOriginally posted 2026.09.18
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Ein Mitentwickler von ChatGPT hat gerade ein KI-Modell veröffentlicht, das keinen einzigen Satz schreiben kann 💡 Kein Chat. Kein Text. Absichtlich. Das Modell heißt Jev, kommt von TypeSafe AI, und Diogo Almeida (Ex-OpenAI) hat zwei Jahre im Stealth-Modus daran gearbeitet. Die Idee: ChatGPT, Claude & Co. generieren Antworten. Jev trifft Entscheidungen. Ein Beispiel: Ihr habt einen Kunden mit Zahlungshistorie, Support-Chats, Gerätedaten. Ihr fragt ein normales LLM: „Sieht das riskant aus?" Zurück kommt ein Absatz Text. Freundlich, gut lesbar, klingt wie eine echte Person. Und irgendwer muss den dann in Code verarbeiten. Bei Jev legt ihr die Antworten vorher fest: Risiko: niedrig / mittel / hoch Manuelle Prüfung: ja / nein Zurück kommt: Risiko = hoch (96 %). Prüfung = ja (91 %). Das war's. Keine Prosa. Kein „Gerne helfe ich dir weiter". Eine trockene Zahl, mit der Software direkt arbeiten kann. Der Punkt, den viele unterschätzen: Jedes Wort, das ChatGPT oder andere KI-Modelle schreibt, kostet Rechenleistung. Also Strom. Sam Altman hat mal gesagt, dass allein das „Bitte" und „Danke" der Nutzer OpenAI zweistellige Millionenbeträge kostet. Jev gibt diese Kapazität gar nicht erst aus. Nur die Entscheidung. Klar ist: Das ist Early Access und die Benchmarks kommen vom Hersteller selbst. „Kann nicht halluzinieren" heißt nur, dass Jev keine Antwort erfindet, die nicht auf der Liste steht. „Hoch" mit 92 % kann trotzdem falsch sein. Warum ich es trotzdem spannend finde: Die meiste Software ist ein riesiger Baum aus „wenn X, dann Y". Bisher nur mit harten Zahlen (Transaktion > 10.000 € → prüfen). Jetzt mit Kontext („Sieht das verdächtig aus?" > 95 % → prüfen). Fraud, Support, Moderation, Compliance: überall dieselbe Logik. Meine These: Die Zukunft ist nicht ein Modell, das alles kann. Es ist ein Stack. Ein kleines, schnelles Modell entscheidet, WAS passieren muss. Ein großes Modell denkt nach, WENN es Intelligenz braucht. Normaler Code erledigt den Rest. Was glaubt ihr: Wird KI in Software ein großer Alleskönner oder viele kleine Spezialisten, die zusammenarbeiten? PS: Ein Modell, das nicht reden kann, ist zumindest nie im Meeting zu lang 😅

x.com/frank_thelen/status/2100820618409132171Archived 2026.09.19 10:17